Über das MRZ der PUK/KJPP

Auftrag

Psychiatrische Krankheiten, inklusive alterspsychiatrische neurodegenerative Erkrankungen, zählen zu den häufigsten, persönlich belastendsten und volkswirtschaftlich folgenreichsten Erkrankungen überhaupt. Die Psychiatrie weist einen enormen Nachholbedarf auf, um aufgrund von Forschung die Grundlagen für effizientere und nachhaltigere Therapien zu schaffen. Der Aufbau eines MR Zentrums in der Psychiatrie soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Diagnostik

Psychische Erkrankungen werden heute vor allem durch die Erhebung der Vorgeschichte und der psychopathologischen Symptome diagnostiziert. Da die psychiatrischen Krankheiten mit neurobiologischen Korrelaten einhergehen, werden messbare neurobiologische Veränderungen, sogenannte Biomarker, in der Zukunft vermehrt Eingang in die psychiatrische Diagnostik finden. Dabei werden bildgebende Verfahren, wie beispielsweise die MR Bildgebung, eine zentrale Rolle spielen, um in Zukunft differenzierter und mit individuell optimierter Therapie auf die einzelne Patientin und den einzelnen Patienten einzugehen.

Früherkennung

Psychische Erkrankungen sind in frühen Stadien sowie insbesondere bei Kinder und Jugendlichen oder bei älteren Menschen besonders schwierig zu erkennen. Hingegen gehen die krankhaften Hirnveränderungen der klinischen Symptomatik beispielsweise bei der Alzheimer-Demenz in der Regel mehrere Jahrzehnte voraus und sind mit geeigneter Technologie frühzeitig nachweisbar. Eine effiziente Früherkennung erlaubt insbesondere präventive Massnahmen, um die klinisch manifeste Symptomatik zu verhindern oder abzumildern. Hier wird der Einbezug von bildgebenden Verfahren die diagnostische Aussagekraft wesentlich erhöhen.

Therapie

Durch bildgebende Verfahren können individuelle Krankheitsprozesse bei Patientinnen und Patienten besser charakterisiert werden. Dies ist bei der Auswahl individueller geeigneter Therapien hilfreich. Das Prinzip, dass Patientinnen und Patienten nicht nur aufgrund der klassischen psychiatrischen Diagnosen charakterisiert und behandelt werden, sondern aufgrund eines umfassenden, mehrdimensionalen Musters aus psychologischen und neuropsychologischen Faktoren, liegt der zukünftigen personalisierten Medizin zugrunde.

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